13.02.2012
Partner auf vier Pfoten
Hauptfeldwebel Michael Eiteneuer hat einen tierisch guten Partner. Vor „Bitou“ ist kein Sprengstoff sicher. Seine Nase ist wesentlich empfindlicher als die eines Menschen. Der belgische Schäferhund kann bis zu 300mal in der Minute atmen, sodass seine rund 220 Millionen Riechzellen ständig mit neuen Geruchspartikeln versorgt werden. Im Vergleich zum Menschen hat er somit ein einmillionmal besseres Riechvermögen. Darüber hinaus können Hunde selektiv riechen, was sie dazu befähigt, auch unter schwersten Bedingungen beispielsweise Sprengstoffe oder Drogen aufzuspüren. Diese besonderen Fähigkeiten macht sich auch Diensthundeführer Michael Eiteneuer zunutze und trainiert täglich mit Bitou, um ihn für die Erkennung zahlreicher Sprengstoffarten auszubilden. „Bitou ist sehr lernfähig, es ist überhaupt kein Problem, ihn auf neue Sprengstoffe zu konditionieren,“ so Eiteneuer.
Eingesetzt wird das Team beispielsweise an Veranstaltungsorten, um mögliche Anschläge zu verhindern, beim Abspüren von Gepäckstücken oder auch bei Fahrzeugkontrollen. Für diese speziellen Aufgaben eigenen sich nur bestimmte Hunderassen. „Wir können nur Hunderassen ausbilden, die über einen belastbaren Spiel- und Beutetrieb verfügen, weil dieser für die Arbeit entscheidend ist. Für den Hund ist das Suchen und Auffinden von Sprengstoffen ein Spiel, und das ist seine Motivation.“
Das Team ist 24 Stunden täglich, an sieben Tagen in der Woche zusammen. „Ich bin an 365 Tagen im Jahr für die Pflege, Versorgung und Ausbildung meines Diensthundes verantwortlich.“ Dazu gehört unter anderem die tägliche Kontrolle auf Krankheiten sowie das Ausbürsten des Hundefells. Da eine gute Kondition wichtig ist für die tägliche Arbeit - von Hund und Hundeführer - im In- und Ausland, wird täglich trainiert. Gemeinsam waren sie schon in diversen Auslandseinsätzen: in Bosnien-Herzegowina, in Afghanistan und im Kosovo.
Für Feldjäger Michael Eiteneuer hat sich durch die Ausbildung zum Diensthundeführer ein großer Traum erfüllt. „Für mich gibt es nichts Erfüllenderes als jeden Tag mit meinem Diensthund zu arbeiten, zu sehen, wo er besser werden kann oder besser gesagt, wo wir im Team besser werden können. Die Hundeausbildung ist eine sehr interessante, komplexe, fordernde und wahnsinnig abwechslungsreiche Tätigkeit. Ich kann mir keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen.“










